Die funktionalorientierte Demokratie: Ein politisches by Stefan Parhofer

By Stefan Parhofer

Demokratie stellt in ihren vielfachen Erscheinungsformen das politische Erfolgsmodell des 20. Jahrhunderts dar. Trotzdem lässt sich ein Rückgang der Demokratiezufriedenheit als internationaler pattern erkennen. Stefan Parhofer analysiert die zahlreichen systembedingten Dysfunktionalitäten der parlamentarischen Demokratie als Ursache für die zunehmende Politikverdrossenheit. Darauf aufbauend entwirft er ein possible choices Modell, dessen Kern sogenannte „Ressortparlamente“ bilden, die Legislative, Exekutive und Finanzhoheit vorwiegend entlang einzelner Ressorts (Ministerien) ausrichten. Ressortübergreifende politische Mechanismen sollen nur, wo unbedingt notwendig, zum Tragen kommen, mit dem Ziel einer höheren demokratischen Mitwirkung der Bürger und einer verbesserten Transparenz und Handlungsfähigkeit des Staates. Gleichzeitig kann die Macht der Parteien gebrochen werden, ohne die Vorteile der repräsentativen Demokratie aufzugeben.
Das Buch wendet sich an Dozierende und Studierende der Sozialwissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften sowie an gesellschaftlich-politisch Interessierte.

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Gespaltene Städte?: Soziale und ethnische Segregation in deutschen Großstädten

Wo wohnt die ärmere Bevölkerung, wo die Ausländer? Wie haben sich die räumlichen Verteilungen beider Gruppen verändert? Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Verteilungen der beiden Gruppen? Auf diese Fragen richten sich die Analysen in diesem Buch. Untersucht werden die soziale und ethnische Segregation in den 15 größten Städten Deutschlands im Zeitraum 1990 bis 2005.

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Pflegearbeit; zwei weitere Autoren reden dagegen. Am Ende der Lektüre ist der Leser verwirrt. Keiner der Autoren macht deutlich, dass er im Kontext von eigenen Wertmatrizes und Deutungsmustern argumentiert. Jeder hält sich für wissenschaftlich-wahrheitsnah. Ein im Rahmen der dem Politik- und insbesondere dem Parteipolitikdiskurs zuzurechnenden Grundeinkommens-Literatur positiv auffallender Beitrag zur Diskussion des „Wertekanons“104 des Sozialstaats wurde von Stephan Lessenich vorgelegt. 105 Anders als im ordoliberalen Diskurskontext der Roman Herzog Stiftung wird der Deutungshorizont nicht auf die deutsche Figur der „Sozialen Marktwirtschaft“, sondern auf die britische Sozialstaatsreform im Anschluss an den berühmten „Beveridge-Report“ von 1942 gespannt.

Tendenziöse Effekte wie bei der Rekrutierung der beiden anderen Gruppen sind hier weit schwächer, auch wenn die Prominenz des Diskussionsleiters eine Rolle spielen könnte. Zusammengefasst muss die Rekrutierung aller drei Gruppen als schwieriges Unterfangen eingeschätzt werden. 4 Darstellungstechnik Die Darstellung der Befunde erfolgt entlang von drei Kategorien, die beide empirischen Teile – Experteninterviews und Fokusgruppen – gliedern: „Menschenbild“, „Operative Gerechtigkeit“ und „Politischer Vollzug“.

Die deutschen katholischen Bischöfe veröffentlichten 2003 eine Denkschrift „Das Soziale neu denken“, in der sie die Politik der „Aktivierung“ unterstützten. Als Tiefengrund beziehen sie sich auf das Subsidiaritätsprinzip der katholischen Soziallehre. In seiner ersten Enzyklika „Deus caritas est“ (2006) erläuterte Papst Benedikt XVI. “95 Die Position der beiden großen christlichen Kirchen ist allerdings nur auf den ersten Blick eindeutig. Genauer betrachtet widersprechen beide Argumentationen einem Bürgergeld nicht.

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