Ästhetik: Philosophische Grundlagen und Schlüsselbegriffe by Gerhard Schweppenhäuser

By Gerhard Schweppenhäuser

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Was nicht heißt, dass Künstler mit ihren Werken keine Wirkungen erzielen oder niemanden von irgendetwas überzeugen möchten. Aber dies sind in der Kunst akzidentelle Faktoren (also Faktoren, die zum Wesentlichen hinzukommen und nicht die Substanz ausmachen), während es im Reich der Rhetorik und der Werbung substanzielle Faktoren sind. Soziale Systeme – In der Soziologie wird die Moderne mit Max Weber als eine Epoche beschrieben, in der sich die soziokulturellen Handlungsbereiche in eine Reihe von Systemen mit je eigener Logik ausdifferenziert haben.

Der programmatische Titel dieses Gedichts ist »Unentrinnbar«. Das Leben in einer Welt nach dem Tode Gottes, das noch nicht lange vorher in der Lebensphilosophie von Friedrich Nietzsche bis Henri Bergson (1859–1941) verklärt worden war, stellt sich dem expressionistischen Dichter nun als Evaluation und Kommunikation  53 verhängnisvoller Zirkel dar, der stets wieder in den Verfall und letztlich nicht wirklich aus ihm heraus führt. Seine Zeilen gehen folgendermaßen weiter: Von den Eichen der Götter Fallen die Früchte Durch Schweine zum Kot, Aus dem sich die Düfte Der Rosen erheben In entsetzlichem Kreislauf, Leiche ist Keim, Und Keim ist Pest.

Innerhalb des Systems Kunst gilt ein Unterscheidungscode, der hauptsächlich mit den Unter­scheidungskriterien schön/hässlich, fiktional/real, authentisch/ un­au­then­tisch operiert. Der Sektor »Werbung« arbeitet innerhalb des Un­ ter­scheidungscodes informativ/nichtinformativ, der im System der Mas­sen­ medien gilt. Kunst ist für Luhmann eine besondere Form des Beobachtens bzw. »ein System, dessen Operation Kommunikation ist, das also ständig Kommunikation durch Kommunikation ersetzt, also eine Kommunikation durch eine andere Kommunikation fortsetzen muß.

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